„Ganz FRESCH“ – alles FRESCH?

Zu Genese, Konzept, Rezeption und Verbreitung der Freiburger Rechtschreibschule

Autor/innen

  • Melanie Bangel
  • Thorsten Pohl
  • Susanne Riegler

DOI:

https://doi.org/10.21248/dideu.998

Schlagworte:

FRESCH, Schriftspracherwerb, Rechtschreibstrategien, Lehrwerke

Abstract

Die sogenannten FRESCH-Strategien sind in Lehrwerken und Unterrichtspraxis allgegenwärtig. Unter Einbezug eines Interviews mit einem der Erfinder:innen rekonstruiert der Beitrag die Anfänge der Freiburger Rechtschreibschule, arbeitet den Kern des originären, ursprünglich für die LRS-Förderung entwickelten Konzepts heraus und berichtet über seine überwiegend kritische Rezeption in der sprachdidaktischen Literatur. Anhand einer Analyse aktueller Lehrwerke wird aufgezeigt, dass zentrale Aspekte des originären FRESCH-Förderkonzepts (z. B. die Verbindung von Sprechen, Bewegung und Rhythmus als Mittel der kognitiven Entlastung) bei der Übernahme bzw. Adaption für den Regel­unterrichtoftmals verloren gehen und FRESCH als Vermittlungsansatz einseitig auf die Nutzung bestimmter Rechtschreibstrategien reduziert wird. Vor diesem Hintergrund plädiert der Beitrag – auch mit Blick auf die bestehenden empirischen Forschungsbedarfe – für eine klare Differenzierung zwischen dem originären FRESCH-Konzept und seiner Umsetzung in Lehrwerken und Unterrichts­praxis.

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Veröffentlicht

2026-09-19

Zitationsvorschlag

Bangel, M., Pohl, T., & Riegler, S. (2026). „Ganz FRESCH“ – alles FRESCH? Zu Genese, Konzept, Rezeption und Verbreitung der Freiburger Rechtschreibschule. Didaktik Deutsch, (61), 91–108. https://doi.org/10.21248/dideu.998

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Rubrik

Berichte