Über die Zeitschrift

Didaktik Deutsch ist eine theorie- und forschungsorientierte Zeitschrift. Das thematische Feld, in dem die Beiträge der Zeitschrift angesiedelt sind, ist definiert durch den Deutschunterricht, die sprachliche und literarische Sozialisation sowie die Lehrer/innenbildung in den Bereichen Sprache, Literatur und Medien sowie Deutsch als Zweitsprache. Da der Fokus auf der wissenschaftlichen Deutschdidaktik liegt, werden Unterrichtskonzepte und Unterrichtsmodelle, aber auch sprach- oder literaturwissenschaftliche Beiträge, die ihren Gegenstand unter Absehung von der Vermittlungs- oder Aneignungsperspektive untersuchen, nicht veröffentlicht.

Alle Forschungsbeiträge durchlaufen ein Peer-Reviewverfahren (s. unten). Neben den Forschungsbeiträgen werden Forschungs- und Tagungsberichte, Debattenbeiträge, Rezensionen sowie Ankündigungen von Neuerscheinungen veröffentlicht (zur Konzeption der einzelnen Rubriken s. unten). Didaktik Deutsch versteht sich als Forum für aktuelle deutschdidaktische Diskussionen und Forschungsaktivitäten. Um eine möglichst breite wissenschaftliche Öffentlichkeit zu erreichen, ist Didaktik Deutsch eine Open Access-Zeitschrift (CC-BY-ND-NC).

Didaktik Deutsch erscheint zweimal jährlich, in der Regel im März und im September. In unregelmäßiger Folge erscheinen außerdem Sonderhefte, in denen Ergebnisse der Fachtagung „Symposion Deutschdidaktik“ publiziert werden, sofern dies unter einem sektionsübergreifenden Aspekt sinnvoll erscheint. 

Die Zeitschrift ist das wissenschaftliche Organ des Vereins „Symposion Deutschdidaktik e. V.“. Sie ist nicht mehr, wie in früheren Jahren, zugleich das Mitteilungsorgan des Vereins. Diese Funktion hat der SDD-Newsletter übernommen.

 

Zur Konzeption der Rubriken

Forschungsbeiträge

Forschungsbeiträge bilden die zentrale Rubrik der Zeitschrift. Sie können systematischer, empirischer oder historischer Art sein.

Systematische Forschungsbeiträge sind Beiträge zur Theorieentwicklung, die das Theoriewissen auf einem Gebiet referieren und es durch kritische Reflexion oder das Hinzuziehen weiterer Rahmentheorien überschreiten.

Empirische Forschungsbeiträge können qualitativer oder quantitativer Provenienz, eher explorativ oder hypothesenprüfend sein. Sie informieren über die Forschungsfrage, die Datenerhebung, die Datenauswertung, die Ergebnisse und deren Interpretation.

Historische Forschungsbeiträge können die Geschichte des Deutschunterrichts, der sprachlich-literarischen Sozialisation oder der wissenschaftlichen Deutschdidaktik betreffen.

Forschungsbeiträge können unter folgenden Umständen aus Dissertationsvorhaben resultieren:

  • Sie sind, wie Forschungsbeiträge generell, nicht bereits an anderer Stelle veröffentlicht.
  • Wenn sie aus einer Dissertation resultieren, die als Monographie veröffentlicht wurde oder wird, führen sie entweder einen Aspekt der Dissertation näher aus oder bündeln zentrale Befunde der Dissertation und zeigen weiterführende Perspektiven auf.

Forschungsbeiträge werden einer externen anonymen Begutachtung unterzogen (s. Abschnitt „Peer Review). Sobald die Redaktion beschlossen hat, ein Manuskript begutachten zu lassen, wird die Verfasserin/ der Verfasser bzw. die Gruppe der Autor/innen gebeten, zusätzlich eine anonymisierte Fassung einzureichen.

Debatte

Die Rubrik Debatte hat Belange des Deutschunterrichts, der sprachlich-literarischen Sozialisation oder der Lehrer/innenbildung zum Gegenstand, sofern diese in der wissenschaftlichen Deutschdidaktik oder in der bildungspolitischen Diskussion umstritten sind. Debatten können durch einen Beitrag initiiert und im folgenden Heft fortgesetzt werden; in anderen Fällen kann eine Debatte auf ein Heft begrenzt sein, wenn gegensätzliche Beiträge vertreten sind. Essentiell in jeder Debatte ist die Explikation und Klärung eines Problems im Modus des wissenschaftlichen Streits. Debatten in Didaktik Deutsch zielen auf Erkenntnisgewinn.

Vorschläge für Debattenthemen können jederzeit unaufgefordert an die Redaktion gesendet werden. Die Redaktion entscheidet darüber, welche Debattenvorschläge aufgegriffen werden, und wirbt gegebenenfalls Debattenbeiträge ein.

Berichte

Berichte können unterschiedlicher Art sein:

  • Forschungsberichte, die den Forschungsstand zu einem Thema oder zu einer Forschungsmethode darlegen.
  • Länderberichte zu bildungspolitisch relevanten Themen im Kontext des Deutschunterrichts und der Lehrer/innenbildung.
  • Berichte über deutschdidaktische Tagungen und Kolloquien.

Ein Bericht kann jederzeit unaufgefordert an die Redaktion gesendet werden. Berichte über Veranstaltungen, die die Veranstaltenden selbst verfassen, können allerdings nicht berücksichtigt werden.

Die Redaktion entscheidet darüber, welche Berichte veröffentlicht werden. Anders als bei Forschungsbeiträgen wird daher vor der Erstellung oder Einsendung eines Berichts eine Verständigung mit der Redaktion empfohlen. Die Redaktion wirbt aber auch eigenständig Forschungsberichte ein.

Rezensionen und Neuerscheinungen

Rezensionen haben Buchveröffentlichungen der wissenschaftlichen Deutschdidaktik zum Gegenstand, also nicht Schulbücher oder andere Lernmaterialien. Nach Möglichkeit soll eine Rezension mehrere zu einem thematischen Bereich erschienene Bücher behandeln. Neben solchen Sammelrezensionen kann es Einzelrezensionen zu besonders wichtigen Neuerscheinungen geben.

Rezensionen werden i. d. R. von der Redaktion in Auftrag gegeben. Vorschläge für Sammelrezensionen sind willkommen.

Die Rubrik „Neuerscheinungen“ verzeichnet neu erschienene deutschdidaktische Bücher und ist als Service für die deutschdidaktische Community zu verstehen. Zeitschriftenartikel können nicht erfasst werden. Lehrwerke und Lehrerhandreichungen für den Deutschunterricht werden aus konzeptionellen Gründen ebenfalls nicht verzeichnet. Die von der Redaktion nicht verantworteten Annotationen zu den Neuerscheinungen stützen sich auf Verlagsankündigungen. Die Redaktion bemüht sich in diesem Teil um eine Übersicht, kann aber die Vollständigkeit nicht garantieren.

Peer Review

Forschungsbeiträge werden anonymisiert einem externen Review-Verfahren unterzogen, sofern mindestens die Hälfte der Redaktionsmitglieder der Eröffnung des Reviewverfahrens zustimmt. Eine Entscheidung gegen die Einleitung des Review-Verfahrens muss damit begründet sein, dass ein Beitrag entweder kein deutschdidaktischer Forschungsbeitrag im oben dargestellten Sinne ist oder dass er noch deutliche Mängel aufweist, die einen positiven Ausgang des Verfahrens als sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen. Im letztgenannten Fall kann ein Beitrag mit Überarbeitungsempfehlungen zurückgegeben werden; nach erfolgter Umsetzung der Empfehlungen ist das Review-Verfahren einzuleiten.

  1. d. R. wird jeder Beitrag von zwei Personen begutachtet. Diese dürfen nicht aktive Mitglieder der Redaktion von Didaktik Deutsch sein. Ein fester Gutachterstamm wird nicht gebildet. Die Entscheidung für eine Gutachterin/einen Gutachter fällt mit einfacher Mehrheit der Redaktionsmitglieder. Didaktik Deutsch legt Wert auf ein unabhäniges, qualifiziertes Urteil.

Die gutachtenden Personen sollen in dem Bereich, in dem der Beitrag angesiedelt ist, anerkannt (mindestens Promotion) und durch einschlägige Publikationen ausgewiesen sein.

Die gutachtenden Personen sollen inhaltlich nicht befangen sein − weder positiv durch zu starke Nähe noch negativ, etwa durch einen Richtungsstreit. Vielmehr wird kritisches Wohlwollen gegenüber der theoretischen und methodologischen Grundausrichtung des zu begutachtenden Beitrags erwartet.

Falls das Herausgeberteam ein Gutachten einstimmig und mit detaillierter Begründung für stark unangemessen erklärt, kann eine andere Person um ein Gutachten gebeten werden. Eine solche Aussetzung eines Gutachtens darf pro Beitrag nur einmal erfolgen. Falls es zwischen den eingeholten Gutachten zu Divergenzen in der Einschätzung kommt, entscheidet die Redaktion über den Fortgang des Verfahrens und kann dazu ein Drittgutachten einbeziehen, was pro Beitrag ebenfalls nur einmal erfolgen darf.

Mitglieder der Redaktion von Didaktik Deutsch können i. d. R. keine Forschungsbeiträge einreichen. Ausnahmen sind möglich, wenn die anderen Redaktionsmitglieder einstimmig zu der Überzeugung gelangen, dass die Veröffentlichung keinem anderen Organ überlassen werden soll. In diesem Fall wird die Verfasserin/der Verfasser des Beitrags von allen Beratungen über den Beitrag und über die Begutachtung ausgeschlossen und darf zu keinem Zeitpunkt die Namen der Gutachtenden erfahren.

Beiträge ohne Review-Verfahren

Debattenbeiträge, Berichte und Rezensionen sind vom Review-Verfahren ausgenommen. Unaufgefordert eingesandte Debattenbeiträge oder Berichte werden einvernehmlich, mindestens aber bei einfacher Redaktionsmehrheit angenommen. Aufträge werden ebenfalls einvernehmlich, mit mindestens einfacher Redaktionsmehrheit erteilt.

Rezensionen werden i. d. R. in Auftrag gegeben. Nur in Ausnahmefällen und bei Zustimmung aller Redaktionsmitglieder können unaufgefordert eingesandte Rezensionen angenommen werden, sofern sie klar erkennbar keine Gefälligkeitsrezensionen sind.

Sämtliche Beiträge dieser drei Rubriken können zur Überarbeitung zurückgegeben werden, wenn das Redaktionsteam dies mehrheitlich aus inhaltlichen, textstrukturellen oder stilistischen Gründen beschließt.

 

Mitglieder der Redaktion von Didaktik Deutsch können i. d. R. keine Beiträge in den genannten Rubriken veröffentlichen. Ausnahmen sind möglich, wenn für einen thematisch gewünschten Bericht oder eine Rezension trotz angemessener Bemühungen keine andere Autorin/kein anderer Autor gefunden wird oder wenn eine repräsentationswürdige Debatten-Position von keiner anderen Person vertreten wird.