Lesen- und Schreibenlernen durch schriftstrukturelle Zugänge?

Ergebnisse einer Interventionsstudie in Klasse 1

Autor/innen

  • Melanie Bangel
  • Nadine Cruz Neri
  • Barbara Lang
  • Astrid Müller
  • Jan Retelsdorf

DOI:

https://doi.org/10.21248/dideu.912

Schlagworte:

Schriftspracherwerb, Rechtschreiben, Dekodieren, Vermittlungsansatz, Schriftsystem, Interventio

Abstract

Das deutsche Schriftsystem zeichnet sich durch eine hohe Systematik aus. Wie diese für orthogra­phische Lehr-Lern-Prozesse genutzt werden könnte, zeigen unterschiedliche didaktische Modellierungen und einzelne empirische Untersuchungen. Die vorliegende Studie knüpft an zwei Interventionsstudien aus dem Sekundarbereich an, in denen die Lernwirksamkeit eines schriftstrukturorientierten Unterrichts für die Entwicklung der Lese- und Rechtschreibkompetenz empirisch belegt wurde. In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach, ob ein an der geschriebenen Wortstruktur orientiertes Vorgehen Schüler*innen bei einer widerspruchsfreien Aneignung der Schrift im Anfangsunterricht unterstützen kann. Die Ergebnisse für das Wortlesen und -schreiben zeigen, dass die Kinder der Interventionsgruppe ihre Rechtschreibfähigkeiten mindestens ebenso gut ausbauen konnten wie die Kinder der Kontrollgruppe. In einzelnen Teilbereichen lassen sich signifikante Interventionseffekte nachweisen; beim Wortlesen (Dekodieren) erzielen die Schüler*innen der Interventionsgruppe im Durchschnitt etwas höhere Leistungszuwächse, die Unterschiede sind jedoch nicht statistisch signifikant.

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Veröffentlicht

2026-04-30

Zitationsvorschlag

Bangel, M., Cruz Neri, N., Lang, B., Müller, A., & Retelsdorf, J. (2026). Lesen- und Schreibenlernen durch schriftstrukturelle Zugänge? Ergebnisse einer Interventionsstudie in Klasse 1. Didaktik Deutsch, (60), 15–43. https://doi.org/10.21248/dideu.912

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeiträge