Strategien als Ansatzpunkt für die Förderung des Zuhörens
Forschungsstand, didaktische Implikationen und zukünftige Forschungsperspektiven
DOI:
https://doi.org/10.21248/dideu.999Schlagworte:
Zuhören, Zuhörstrategien, Hörverstehen, StrategievermittlungAbstract
Verstehendes Zuhören ist eine zentrale Voraussetzung für schulisches Lernen und ein curricular verankerter Gegenstand des Deutschunterrichts. Studien zeigen jedoch erhebliche Schwierigkeiten im Hörverstehen deutscher Schüler:innen und unterstreichen damit die Notwendigkeit einer systematischen Zuhörförderung. Ausgehend vom SOI-Modell, das Zuhören als aktiven und selbstregulierten Prozess der Bedeutungskonstruktion beschreibt, arbeitet der Beitrag theoretische Grundlagen von Zuhörstrategien heraus. Vorgestellt wird ein konzeptioneller Rahmen, der Zuhörstrategien entlang der kognitiven und metakognitiven Regulationsebenen sowie der Phasen des Zuhörprozesses systematisiert. Die anschließende Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zeigt, dass der Strategieeinsatz das Hörverstehen unterstützen kann, verdeutlicht aber zugleich ein Ungleichgewicht zwischen umfangreichen Befunden im Kontext des Fremdsprachenlernens und begrenzter Evidenz für das Zuhören im Erstsprachkontext. Abschließend werden didaktische Implikationen für die systematische Vermittlung von Zuhörstrategien im Deutschunterricht sowie Perspektiven für zukünftige Forschung abgeleitet.
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