Textkohäsion als Bedingung des Leseverständnisses bei der Verarbeitung expositorischer Texte
Abstract
Die Ermittlung relevanter Faktoren für mangelndes Leseverständnis von Schülern und die Bestimmung geeigneter Förderperspektiven bilden nach wie vor weithin ungelöste Forschungsfragen (vgl. Bertschi-Kaufmann/Rosebrock 2009). Insbesondere für die Klassenstufen 9 und 10 sind differenzierte Diagnoseinstrumente ein Desiderat. In der jüngeren fachdidaktischen Leseforschung wird nach starkem Engagement im Bereich Lesestrategien (Artelt 2004; Philipp/Schilcher 2012) und Forschungen zum Verstehen von Bildern in Kombination mit Texten (McElvany et al. 2010; Plass et al.1998) dem Medium Text als Faktor des Leseverständnisses wieder mehr Bedeutung zugemessen.
In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die Auswirkung von Textkohäsion auf das Leseverständnis expositorischer Texte. Unter dem Begriff Kohäsion werden dabei diejenigen Merkmale subsumiert, die auf der Textoberfläche den „roten Faden“ eines Textes bilden. Ziel ist es herauszufinden, was Texte verständlich macht, um den Weg für die Entwicklung fundierter und praktikabler Konzepte von Lesetrainings zu ebnen, mit deren Hilfe gezielte Interventionen durchgeführt werden können.
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